Montag, August 23

kleine presserundschau (faz & taz)

nun, an diesem wochenende hatte ich endlich einmal wieder die möglichkeit eine schöne, dicke zeitung zu lesen, die frankfurter allgemeine sonntagszeitung. wie wir nun alle wissen, ist die faz (und so auch die sonntags-faz) eher den reaktionären zeitungen auf dem deutschen markt zuzurechnen.
nicht nur, dass sich ein artikel auf die flut von dokumentarfilmen, die sich kritisch mit den vorgehensweisen us-amerikanischer unternehmen auseinandersetzen, bezieht und dabei kein gutes haar an den regisseuren läßt, nein, auch die gute, deutsche pop-musik bekommt ihr fett weg:
hier seziert georg diez über eine halbe seite das lied "wir sind wir" von paul van dyk und peter heppner. bis in die kleinste silbe interpretiert herr diez hier eine neofaschistische tendenz: "Da ist deutscher Opferschmerz, nicht der Stolz der Befreiten." und weiter: "So ist das, hell die Musik, dunkel der Text."
nun ist der text dieses lieds tatsächlich ein wenig befremdlich. doch hier gleich solche tendenzen herauszulesen halte ich für stark übertrieben und - weiß gott - keine halbe faz-seite wert.

und die taz? ja ja, die taz. eigentlich mag ich dieses linke revolverblatt schon, aber heute haben sie sich einen schweren fauxpas geleistet!
unter der überschrift "Aber es ist eben kein iPod!" versucht niklaus hablützel darzulegen, dass der ipod lediglich ein postmaterielles gut sei, mit welchem der besitzer sich "hinreichend sichtbar von der Masse unterscheiden" möchte.
sei's drum. ich liebe den ipod. möge bald einer meiner sein ;-)