nun, da mein extravaganter kartoffelauflauf im ofen vor sich hin dingst, kann sich dohmendotorg wieder der großen politik widmen - und wie ihr das vermißt habt... :)
mein werter kollege diddy warf in seinem
blabberblog die frage auf, weshalb gerade für die naturkatastrophe in süd-ost-asien so viel geld gespendet wird, aber für andere katastrophen kaum geld bereit gestellt wird/werden kann.
ich habe in meinen kommentaren bei ihm schon aufgeführt, weshalb gerade bei einer naturkatastrophe so viel geld gespendet wird. schließlich muß niemand sein eigenes verhalten hinterfragen. gegen einen tsunami kann nun wirklich niemand etwas unternehmen - gegen hungerkrisen in afrika schon!
allerdings lese ich gerade ein interessantes buch von francis fukuyama ("staaten bauen, die neue herausforderung internationaler politik").
in diesem wirft er die these auf, dass die meisten hilfsleistungen in armen staaten deren kapazität nicht erhöhen, sondern zerstören! das problem ist vertrackt. natürlich wollen die internationalen geldgeber (staaten, hilfsorganisationen) sofortige erfolge für ihr geld sehen, aber helfen können sie so den staaten nicht. hilfe für arme und schwache staaten besteht in dem aufbau einer funktionierenden organisationsstruktur - nicht in der übernahme der funktionen!
wenn organisationen die funktionen des staates übernehmen heißt das, dass "die lokale bürokratie die falschen fähigkeiten erlernt".
trotz allem sollte jeder in anbetracht dieser gewaltigen naturkatastrophe überdenken, wie hoch der betrag sein kann, den er zu spenden bereit ist. bei den großen hilfsorganisationen setzt sich nämnlich auch der gedanke durch, die lokalen bürokratien mit in die arbeit einzubeziehen.
[nachtrag (wg 3/diddys kommentar): ..., damit die lokalen bürokratien in zukunft die funktionen des staates übernehmen können und nicht im regen stehen, wenn die hilfsorganisationen abziehen.]
spenden ist und bleibt das gebot der stunde.
[nachtrag: auch im itunes music store kann man ganz bequem dem roten kreuz/halbmond
spenden.]