ich hab's gesehen
eine wahre freude ist es, während des studiums bücher aus dem ehemaligen real existierenden sozialismus in die hände zu bekommen. hier: aus der ddr. genauer: VEB hermann haack, geographisch-kartographische anstalt, gotha. 1986.
eigenverantwortlichkeit war von jeher das steckenpferd der ostdeutschen:
in der sozialistischen gesellschaft entwickeln die siedlungen sich in immer stärkerem maße zu bürgergemeinschaften, die ihre gesellschaftlichen verhältnisse eigenverantwortlich gestalten (s. art. 41 der verfassung der ddr). deshalb ist es auch berechtigt, von der "sozialistischen ökologie des menschen in siedlungen" zu sprechen. (121)
die geographie hat nicht nur eine graphische komponente:
ausgangspunkt für die bestimmung des gegenstandes und der aufgaben der siedlungsgeographie als teil der ökonomisch-geographischen komponentenlehre ist die marxistisch-leninistische auffassung vom wesen und den aufgaben der geographischen wissenschaft in ihrer gesamtheit. (124)
wir erinnern uns an die grottenhässlichen hochhauskolonien?!
in den sozialistischen ländern kommt es darauf an, die stadt-umland-beziehungen so zu gestalten, daß sie bei sparsamem einsatz gesellschaftlicher fonds bedürfnisse der bevölkerung optimal befriedigen helfen und daß vorhandene vorhandene ressourcen in stadt und umland intensiv genutzt werden. (150)
danke für sieses tolle buch (einf. in die bev.- und siedl.-geogr.), die herren weber, benthien & känel.








